Turnfahrt der Frauenriege Hausen

18./19. August 2019

Am Samstagmorgen in aller Frühe besammelten wir uns – zum Teil schon recht gesprächig – beim Bahnhof Brugg auf, neben, vor oder hinter DEM Bänkli. Alle waren selbstverständlich pünktlich da und so konnte die Reise Richtung Osten beginnen. In Zürich noch ein kurzer Zugwechsel und schon bald trafen wir in Chur ein, wo wir einen ersten Boxenstopp mit «Kafi ond Gipfeli» machten.

Nach einem kurzen Marsch durch Chur standen wir an der Talstation von Brambrüesch an. Das hätte wie ja niiiieeeeeeee gedacht, dass da so viele Menschen mit fast noch mehr Mountainbikes hinaufwollten. Wahnsinn, das war vielleicht ein Gnosch. Und doch ging es dann bergwärts und mit Umsteigen ganz hinauf auf den Churer Hausberg. Bei strahlendem Wetter ging es dann per pedes Richtung Pradaschier. Ausserhalb des Dorfes trennten sich die Wege. Die 4 Bergtauglichsten wanderten über den Dreibündenstein, alle anderen nahmen die gemütlichere Route direkten Weges unter die Füsse. Unterwegs trafen wir auch noch viele andere Wanderer und natürlich auch hin und wieder ein paar Biker und Kühe und Murmeltiere.

Im Pradaschier angekommen kehrten wir natürlich ein und warteten auf unsere Berglieselis. Wir 4 Berglieselis hatten auf dem Berg noch einen Rettungseinsatz. Eine von vier Ladies einer anderen Gruppe hatte sich am Fuss so stark verletzt, dass sie nicht mehr gehen konnte. Diesen Fall konnten wir als Frauenriege-Rettungstruppe dann schon wenig später einem 8köpfigen solothurnischen Männerriege-Aspiranten-Rettungsteam übergeben. Nach einiger Zeit kamen die Männer durstig und durchschwitzt mit roten Köpfen ins Bergrestaurant. Der Verunfallten wurde dann im Churer Spital eine Schiene verpasst.

Talwärts ging’s dann per Sessellift oder per Rodelbahn. Unten warteten wir dann aufs Posti, welches uns nach Lenzerheide führte. Dort suchten wir ein nettes Lokal für den Apéro, danke den Spendern Erna, Esther und Manu.

Zu Fuss schlenderten in Richtung unserer Unterkunft Casa Fadail. Unterwegs konnte man im Volg noch Vergessenes einkaufen, wie zum Beispiel ein Zahnbürsteli – gell, Barbara. Nach dem Zimmerbezug und einer erfrischenden Dusche blieb noch etwas Zeit für ein kurzes Nickerchen. Nächster Termin war 18.55 Uhr im Tenue blau im Speisesaal. Unser Schlag erschien pünktlich und war doch zu spät. Wahrscheinlich waren alle schon so hungrig! Es hat sich aber gelohnt: Zur Vorspeise gab es eine feine Kürbissuppe, dann ein Cordon bleu mit Pommes und Broccoli. Und zum Dessert ein Stück Schoggi-Banane-Glacé-Torte – mmmmhhh.

Und dann kam sehr plötzlich Bewegung ins Spiel. Die einen redeten vom Jassen, die anderen nippten noch am Weinglas und die grosse Schar ging mit Simone auf die Lenzerheide-Sightseeing-Tour. Ups, schon waren wir Kücken allein. Aber wir hatten ja noch die ortskundige Barbara bei uns, so getrauten wir uns auch noch in den Ausgang. In der Gartenbar vom Kurhotel liessen wir uns von Prinz Eisenhart des Hockey-Clubs Züri irgenwo mit Wolldecken und Schaffellen verwöhnen. Er bediente uns zuvorkommend, er war ja auch noch sehr jung. Dann bestellte Esther einen 55jährigen oder so…., genau wissen wir es auch nicht mehr. Aber dann kam Colin. Colin konnte sehr viel schwatzen, er erzählte uns Dinge, die wir sicherlich gar nie wissen wollten. Lustig wurde es aber trotzdem, denn Barbara wollte wieder einmal bluffen und verriet ihm ihr Alter sei 45. Colin nicht blöd, fragte schnell zurück, welchen Jahrgang sie denn hätte…..Worauf Barbara sprachlos und rechnend dasass. Tja, liebe Frauen, die Moral an der Geschichte, wenn schon bluffen, dann vorher rechnen. Und was uns fast noch untergegangen ist, da gab es noch einen Kuss. Gell, Esther. Colin beehrte Esther mit einem Handkuss. Am nächsten Morgen gab es um 8 Uhr Frühstück. Infolge des akuten Fahrplanwechsels war auch noch genügend Zeit für das obligate Gruppenbild. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir den Bus zur Rothornbahn, mussten aber bei der Post umsteigen, da unser Postauto einen Platten hatte. Also, falls wir das Gefühl gehabt hätten, dass es bei der Talstation von Brambrüesch viele Bikers gehabt hätte, dann war das falsch. Hier wimmelte es nur noch so von 2Räder. In der 8er-Gondel trafen wir zwei nette Herren aus Bütschwil, wir landwirtschaftlich angehauchten Weiber bemerkten natürlich sofort, dass da die KB-Station – die künstliche Besamungsstation sei. Sie meinten dann, ja selbstverständlich seien sie von dort, heute hätten sie aber wegen guter Leistung frei erhalten.

Vom Rothorn aus nahmen wir den Weg Richtung Urdenfürggli unter die Füsse und mussten immer wieder Biker an uns vorbeilassen. Kunststück, wir wanderten auf dem Bikerweg. Beim Urdenfürggli konnte man sich für die Fahrt ins Hörnli oder den Wanderweg entscheiden. Die Wandererinnen sahen wieder viele Munggis. In der Hörnlihütte liessen wir es uns gutgehen. Simone bestellte ein Stück Himbeerkuchen und erhielt ein Viertelblech-Stück. Nach dem feinen üppigen Zmittag konnte man auf der Sonnenterrasse im Liegestuhl ein bisschen sönnele. Mit dem Hörnliexpress gondelten wir dann wieder alle zusammen nach Innerarosa. Dort gab es wieder verschiedene Varianten für den weiteren Weg: 1. Wanderung zum Bärenpark oder 2. den Bus bis Arosa nehmen und dort verweilen oder 3. den Bus zur Weisshornbahn nehmen und bis zur Mittelstation fahren, um so zum Bärenpark zu gelangen. Brige konnte dort oben ihren lang ersehnten Wunsch erfüllen und die Bären aus nächster Nähe bestaunen. Nach einer gemeinsamen Einkehr mit einem Glacé kehrten wir zu den anderen per Luftseilbahn zum Bahnhof Arosa runter. Bald schon darauf brachte uns das Arosa-Bähnli nach Chur und die SBB zurück nach Brugg. Herzlichen Dank den beiden Reiseführerinnen für ihre Arbeit und die tipptoppe Organisation, wir kommen gerne wieder mit.

Silvia & Manu